Die Adler Sevens bereiten sich zusammen mit dem Berliner Rugby Verband auf das Turnier im Iran vor.

DER DEUTSCH-IRANISCHE AUSTAUSCH GEHT IN DIE 2. RUNDE: ADLER SEVENS FLIEGEN NACH TEHERAN

Ein iranisches Frauen-Rugby Team zu Gast in Berlin. Ein wahres Rugby-Highlight fand im November letzten Jahres statt, als die iranische Nationalmannschaft mit einer U21 Auswahl im Stadion Buschallee zusammen mit dem Rugby Klub 03 Berlin, dem USV Potsdam und dem Berliner SV 1892 Rugby ein Mini-7er Rugby Turnier veranstaltete. Jetzt findet die Rückbegegnung statt – eine deutsche Auswahlmannschaft fliegt zu einem internationalen 7er Turnier nach Teheran.

Möglich gemacht hat diese besondere Begegnung Bürger Europas e.V. In einer hoffnungsvollen aber nach wie vor angespannten Phase der internationalen Beziehungen rund um den Iran setzt der Verein durch eine außergewöhnliche Jugendbewegung auf die Förderung des interkulturellen Dialogs und vor allem auf die Stärkung der deutsch-iranischen Beziehung. Vom 28.10 bis 04.11.2017 findet in Kooperation zwischen Bürger Europas e.V. und der Iran Rugby Association die Rückbegegnung der deutsch-iranischen Jugendbegegnung „Gesellschaft, Jugend und Sport“  in Teheran statt.

Dafür hat die german women seven’s rugby academy das Team Adler Sevens wieder ins Leben gerufen. Die Auswahlmannschaft wird unter der Führung von Trainer-Team Bert Burtzlaff & Jana Häussler in Teheran mit Spitzenvertretern des iranischen Sports ins Gespräch kommen, gemeinsam mit jungen Spielerinnen der Juniorennationalmannschaft des Iran trainieren sowie Land und Leute kennenlernen. Höhepunkt dieser Reise ist die Teilnahme an einem internationalen 7er-Rugbyturnier gegen die Jugendnationalmanschaft aus dem Iran, sowie gegen Frauennationalmannschaften aus dem Iran und der Türkei.

Bert Burtzlaff, 1. Herrenspieler des Rugby Klub 03 Berlin, trainiert die zweite Saison in Folge die Frauenauswahl des Berliner Rugby Verbands. Ela Schlaak, Managerin des BRV, hat sich dafür eingesetzt, dass an den BRV-Trainings nicht nur Spielerinnen aus der Hauptstadt teilnehmen  können, sondern Rugbyspielerinnen aus der kompletten Division Ost. Das Ergebnis: Seit ungefähr einem Jahr finden regelmäßig Trainingswochenenden mit über 30 Frauen statt.

Der Berliner Rugby Verband hat nun in Zusammenarbeit mit der german women seven’s rugby academy einen Kader von 14 Spielerinnen nominiert, die im Namen der Adler Sevens zum internationalen Turnier in die Hauptstadt des Irans reisen werden.

Diese interessante und hoch aktuelle deutsch-iranische Jugendbegegnung von Bürger Europas e.V. wird finanziell vom Auswärtigen Amt unterstützt. Am Freitag den 13. Oktober wurden die Adler Sevens vom Auswärtigen Amt nach Berlin eingeladen, um dort bei einem Vorbereitungstreffen wichtige Informationen über die Reise in den Iran zu erfahren.

 

Die Adler Sevens im Auswärtigem Amt

Die Adler Sevens im Auswärtigem Amt

Am 16. September konnte im Rahmes des BRV-Trainings beim RK03 Berlin die erste Vorbereitung auf das Turnier stattfinden. Die nominierten Spielerinnen aus acht verschiedenen Vereinen haben sich kennengelernt und Trainingsspiele gegen die BRV-Auswahl absolviert.

Zwei Wochen vor Abflug, vom 14. bis 15. Oktober, nutzt man noch einmal die Chance zusammen in Berlin zu trainieren und nicht nur an den Basics zu arbeiten, sondern die Trainingsinhalte sollen in Trainingsspielen direkt umgesetzt werden, „Wir werden viel im Handling Bereich arbeiten, uns vor allem um die weiten Pässe und um eine 7er-Struktur kümmern. Wir werden dann in die Kontaktsituation gehen, am Ruck arbeiten um schließlich VOR der Reise noch einmal richtig zusammen zu spielen.“ so Trainer Bert Burtzlaff über das finale Trainingswochenende. Unterkunft und Verpflegung für Spieler die von außerhalb Berlin anreisen, werden vom Berliner Rugby Verband größtenteils übernommen.

Gegen die Auswahlmannschaft Tabusoro Angels Int’l hatten wir keine Chance

SCANDINAVIAN SEVENS: RK03 LANDET AUF 8. PLATZ

Wir wollten gegen andere Mannschaften spielen, nicht immer gegen die Teams, die man seit Jahren aus der deutschen 7er Liga kennt. Gegen Mannschaften, die im besten Fall auf einem höheren Niveau spielen, ein anderes Spielsystem haben und uns, die Frauen des Rugby Klub 03 Berlin, so richtig herausfordern. Deswegen waren wir letzten Jahr bei den Amsterdam 7s, in diesem Jahr bei den Stanislas 7s und letztes Wochenende zum ersten Mal bei den Scandinavian 7s.

Bei meinen unregelmäßigen Trainingseinheit mit den Mädels in der Buschallee, stelle ich immer wieder fest, dass das Training auf einem richtig gutem Niveau läuft. Das Tempo in den einzelnen Übungen ist hoch und die Skills verbessern sich von Mal zu Mal! Als wir aber “nur” den vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft holten, hieß es sofort von vielen: Wir brauchen mehr Spiele auf hohem Niveau. Und ich kann nur sagen, die Planung für die nächste Saison läuft bereits auf Hochtouren!

Das Turnier in Kopenhagen würde ich nach dem Wochenende folgendermaßen beschreiben: Es macht genauso viel Spaß wie die Berlin Sevens, ist nur doppelt so groß! Ein Camping-Bereich, der mich eher an ein Festival erinnert hat, mit Teams die ihren eigenen Grill, ihre Dinier-Tafel und Swimmingpool aufgebaut hatten; mit einem Partyzelt mit zwei Bühnen und unzähligen Rugbyplätzen auf einem traumhaften Rasen.

Zum Glück ging das Turnier für uns am Samstag erst um 12:20 Uhr los, somit hat uns die Party-Mucke bis morgens um 5 auch nicht gestört. Am Samstag spielten für den RK03: Justine, Anne-Marie, Miri, Diddi, Boo, Cle, Lisa, Vivian, Leonie, Ela, Juliane, Julia. Da wir einen unglaublich großen Kader für das Wochenende zur Verfügung hatten, spielte der English-Import Emma Mundy für das Team von Mille RK Speed und Bine erst am zweiten Turniertag.

Spiel 1 FRK awesomeness 21 – 29 RK 03 Berlin
Spiel 2 RC Slavia Praha 0 – 46 RK 03 Berlin
Spiel 3 Reykjavik Raiders 0 – 36 RK 03 Berlin
Spiel 4 Tabusoro Angels Int’l 41 – 0 RK 03 Berlin

Mit solch einem erfolgreichen erste Turniertag hatte, glaube ich, keine wirklich gerechnet. Unser Ziel war es vor allem, in den Spielen viel zu wechseln, was durch den erlaubten ‘Fliegenden Wechsel’ auch gut umsetzbar war. Trainerin Jana wollte Spielerinnen auf neuen, ihnen noch ungewohnten Positionen ausprobieren und ihnen gleichzeitig die Chance geben einfach mal in anderen Konstellationen zusammenzuspielen.

Spielerinnen, die im Laufe der letzten Turniere nicht besonders viel Spielzeit bekommen hatten, standen am Samstag auch mal von Anfang an auf’n Platz. Und es war wirklich schön zu sehen, wie schnell das Früchte (insider) trägt und wie schnell sich Spielerinnen von einem Spiel zum nächsten entwickeln. Ein absoluter Erfolg wie ich finde; und dann auch noch drei gewonnene Spiele. Mit dem Vierten war dann vorbei mit der Siegesserie. Bis auf die drei Minuten nach dem ersten Versuch, in denen wir unheimlich gut verteidigt haben, war das Spiel ziemlich eindeutig und ging 41-0 für die Auswahlmannschaft aus.

Unsere Justine hatte am Samstag in den ersten drei Spielen ein unglaublich tolles Comeback (nach ihrer Handverletzung). Sie war present auf dem Platz wie auch vor ihrer Pause und hat absolut überzeugt. Leider hatte sie sich jedoch im letzten Spiel am Knie verletzt und konnte am Sonntag nicht mehr antreten. Auch unsere Miri hatte eine unglaublich tolle Leistung in den ersten drei Spielen gezeigt, vor allem in der Verteidigung hat sie überzeugt. Nach einer Verletzung am Knöchel in der Erwärmung vor dem letzten Spiel, musste sie am Sonntag leider auch aussetzen. Unsere Stürmerin Diddi hatte sich ebenso im letzten Spiel an der Schulter verletzt, aber nach ein paar Bier auf der Party am Abend, war alles wieder gut und sie stand nächsten Tag mit Trikot wieder auf’n Platz! Am Sonntag sind wir, jetzt mit allround-Spielerin Sabine im Kader, zu 11. angetreten. 

Mit der Gesamtwertung nach dem ersten Turniertag landetet wir in unserer Gruppe zwar auf den zweiten Platz, es reichte aber leider nicht aus um bei den Top 6 Teams um den Cup zu spielen. Wir landeten am Sonntag in einem Pool mit Oslo Rugbyklubb, die wir mit 47 – 0 und wenig Schlaf in den Knochen deutlich besiegten. Die dritte Mannschaft in unserem Plate-Pool waren die Frauen Finland Raivottaret, die unheimlich physisch und clever spielten und deren Offloads uns das Spiel kosteten: wir verloren 22 – 10 (die zweite Halbzeit ging an uns!).

Spiel 5 Oslo Rugbyklubb 0 – 47 RK 03 Berlin
Spiel 6 Finland Raivottaret 22 – 10 RK 03 Berlin

Das Turnier war für uns damit zu ende. Hätten wir das Spiel gewonnen (hätte, hätte..), hätten wir im Plate-Finale gegen RK Speed gestanden und gegen unsere Mannschaftskameradinnen Mille und Mundy gespielt. Schade.. Somit landen wir in der Gesamtwertung auf den 8. Platz (von 19 Teams) der Skandinavien 7s 2016!

Das allergrößte DANKESCHÖN geht an Stefan aka André, Luisa, Caro und natürlich an alle anderen Früchtchen, die dafür gesorgt haben, das es ein unvergessliches Wochenende wurde, mit vielen neuen lustigen Extras. DANKESCHÖN an unsere größten Fans, Familie Müller, die uns kräftig vom Seitenrand angefeuert haben, auch schon am Sonntag um 10 Uhr! 1, 2, 3…RK03!

Und falls unser Manager-Team überlegen sollte zu den Skandinavien 7s 2017 zu fahren, ich bin dabei!

European University Games 2016

“WINNING SILVER WITH THESE GIRLS FEELS LIKE GOLD”

Zwischen dem 12. und 25. Juli wettstreiten die besten Universitäten Europas bei den offiziellen European University Games 2016. In den Sportarten Badminton, Basketball, Basketball 3×3, Beach Volleyball, Bridge, Schach, Fußball, Futsal, Golf, Handball, Judo, Karate, Rudern, Sport Climbing, Schwimmen, Tischtennis, Taekwondo, Tennis, Volleyball, Wasserball und Rugby. Alle Mannschaften kämpfen darum als Medaillist wieder nach Hause zu fahren. Und wir haben es geschafft, die University of Gloucestershire gewinnt die Silber Medaille im 7er Rugby!

Unser Turnier begann gegen die Titelverteidiger University of Paris mit einem 19:14 Sieg und gegen die gleiche Mannschaft beendeten wir die Europameisterschaft – mit einer Niederlage von 19:17.

Nach unserem unglaublich starken ersten Spiel gegen die Franzosen, war ich mir sicher, wenn wir so weiter spielen, können wir in diesem Turnier ganz weit kommen. Die ersten 90 Sekunden blieben wir im Ballbesitz, spielten den Ball von einer zur anderen Seite bis ich schließlich unser Turnier mit dem ersten Versuch eröffnen konnte. Im Finale setzten wir sogar noch eine Schippe drauf und blieben sogar die ersten drei Minuten im Ballbesitz. Die Rucks haben perfekt funktioniert. Mit unserem Handling haben wir locker die ganze Spielbreite abgedeckt. Alle unsere drei versuche im Finale waren echte ‘Team-Versuche’.

Um so ärgerlicher das zwei Versuche der Franzosen auf unseren Fehlern basierten und die dann einfach die schnelleren Spielerinnen hatten und locker den Ball unter den Malstangen ablegen konnten. Zwei Mal zehn Minuten 7er-Rugby zu spielen ist unglaublich hart, wir haben zu 100 Prozent bis zum Schluss gekämpft, und die zwei missglückten Erhöhungen haben uns dann einfach das Finale gekostet.

Großen Respekt gilt vor allem Spielerinnen wir Devon, die das Turnier mit gebrochener Nase gespielt hat, Briony und Nat die nie zuvor 7er Rugby gespielt haben, und Abi (sowie Devon) erst letzte Woche bei den World University Games gespielt haben und dementsprechend vorbelastet für uns antraten.

Und wie Boo so schön gesagt hat: “Winning Silver with these girls feels like winning Gold.”

Eine Woche leben wie Olympioniken, zusammen auf einem Campus mit zig anderen Sportler aus ganz Europa, aus den unterschiedlichsten Sportarten – das waren die European University Games 2016!

Ein absolutes Highlight und einmaliges Erlebnis war die Opening Ceremony am Mittwoch Abend. Mit der Great Britain Flagge voraus, liefen wir neben allen anderen Sportlern vor 5.000 Menschen ist Stadion ein, um unsere Uni zu repräsentieren.

Fünf Tage Zagreb, davon drei Spieltage – Rugby spielen, Eisbad, essen, schlafen, repeat!

Neben dieser Routine blieb nicht viel Zeit für so etwas wie Sightseeing – dafür hat man dann meistens eh keine Kraft mehr. Der Besuch im Schwimmbad hat uns vollkommen gereicht! Den Rest der freien Zeit haben wir mit den Eltern verbracht die extra aus England für das Turnier angereist sind und uns gelegentlich mit Wassermelone versorgt haben :)

Diese Woche war einmalig und ich bin unheimlich froh, dieses Team repräsentieren zu dürfen und das Vertrauen der Coaches zu bekommen, jedes Spiel durchzuspielen. So eine Woche ist nicht immer leicht, man versucht es allen irgendwie recht zu machen – eine Sache die nicht immer klappt. Und ein gewisser Druck ist natürlich auch da, immerhin haben viele Menschen viel Geld investiert um uns dieses Event zu ermöglichen. Aber diese Spielerinnen sind so unglaublich professionell, verantwortungsbewusst und wissen ganz genau worauf es bei solch einem Turnier ankommt. Das hat es dem Coach, dem Physio, der Managerin und dem Arzt leicht gemacht und uns Spielerinnen unvergessliche European University Games ermöglicht.

Ein fettes Dankeschön geht an die Menschen, die mir das ermöglicht haben und Daumen gedrückt haben UND meinem Team aus Berlin, was immer hinter mir steht! Die Saison ist jetzt auch fast vorbei ;)

 

Noch mehr Eindrücke:

University of Gloucestershire Women's Rugby Football Club

NEVER ENDING SEASON

Die Saison neigt sich dem Ende? Irgendwie nicht. Der Sommer ist zwar endlich da, aber von Pause ist keine Spur! Noch in der 15er Saison starteten bereits die 7er-Rugby Turniere, wie die Gent 7s und die BUCS 7s Championship in Leeds. Ein Turnier mit Tribe bei den Howard Hinton 7s, sowie eine vollgepackte Saison mit dem Rugby Klub 03 schließen daran an. Auch wenn die offizielle Saison für den RK03 beendet ist und wir uns viert-bestes Team in Deutschland nennen können, ist auch hier noch nicht Schluss. Im August geht es weiter auf internationalem Parkett, bei den Skandinavien 7s in Kopenhagen.

Weiter geht es auch mit der 7er-Mannschaft der University of Gloucestershire. Denn wie ihr richtig mitbekommen habt, qualifizierten wir uns im April für die Europäische Hochschulmeisterschaft und dahin mache ich mich heute auf den Weg! Am 12. und 13. Juli finden die Vorrundenspiele statt, am 14. das Finale in Zagreb. Wer für das UOG Team antreten wird, könnt ihr euch hier genauer anschauen: University of Gloucestershire 7s Team

Hier ist außerdem die offizielle Seite der European Universities Games

Ich werde euch, wie immer, hier und auf meiner Facebook/Twitter Seite auf dem Laufenden halten!

RK03 goes Stanislas Sevens

RK03 GOES INTERNATIONAL 2.0

Die Amsterdam Sevens im letzten Jahr waren ein riesiges Highlight für uns Frauen des Rugby Klub 03 Berlins (neben dem erzielten 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften und der Halbzeitführung im Spiel gegen den HRK :D).

Wir hatten letztes Jahr nicht nur ein super starkes Team zusammengestellt, wir hatten außerdem die besten Organisatoren und Unterstützer die man sich nur vorstellen kann. In Amsterdam ist der RK03 mit einer Gruppe von mehr als 25 Leuten aufgetaucht. Black and Yellow everywhere!

#RK03ontour

#RK03ontour

Wir mussten uns damals lediglich gegen die Nationalmannschaften Polen, Deutschland und Niederlande geschlagen geben, konnten jedoch jedes andere Klubteam besiegen!

Ja, es war ein einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten – doch unseren Trainern und Kapitäninnen war klar, das wollen wir wiederholen!

Dieses Jahr, um genau zu sein morgen am 6. Mai 2016, macht sich der RK03 Berlin auf dem Weg nach Frankreich! Mit den Stanislas Sevens hat man sich ein Turnier ausgesucht, bei dem hauptsächlich Nationalmannschaften teilnehmen werden. Es wird eine starke Herausforderung für uns werden, aber genau danach haben wir gesucht und das wird die perfekte Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft 2016!

"Das Motto für Frooonkreich:"

“Das Motto für Frooonkreich:”

 

Wir im letzten Jahr, bekommen wir auch dieses Jahr Verstärkung aus der internationalen Rugby Community. Es machen sich morgen also nicht nur die Spielerinnen aus Berlin auf die lange Reise nach Nancy, sondern auch zwei Spielerinnen aus Malta. Die beiden sind Schwestern und spielen schon seit vielen, vielen Jahren Rugby! Außerdem bekomme ich schon heute Besuch aus England: eine Spielerinnen der Cheltenham Tigers und eine aus der Unimannschaft machen sich heute auf dem Weg nach Köln um morgen mit nach Frankreich zu kommen!

Wer gar nicht mehr durchsieht, hier ein Überblick der Teilnehmer:

Anne                               Leonie                                                   Vivian
Miri                                  Ela                                                        Jan
Ina                                  Theresa                                                 Justine
Bine                                Emma ‘Mundy’ (England)                      Nadja
Diddi                               Becky ‘Boo’ Belcher (England)              Gerry
Heike                              Beverie (Malta)                                     Björn
Lisa                                Tessabelle (Malta)

 

So fühlte ich mich mit einer Gehirnerschütterung

GEHIRNERSCHÜTTERUNG: WIE ES MIR DAMIT GING & WIE ICH SIE BEWÄLTIGT HABE

Doof gelaufen: Im Spiel gegen den HRK kriege ich einen Schlag gegen mein Kinn – mit einem Kopf. Was als kurz schmerzhaft und als ‘ein bisschen auf die Lippe gebissen’ persönlich diagnostiziert wird, stellt sich später als viel schlimmer heraus. Aber erst viel später.

Denn das Spiel konnte ich noch zu Ende spielen und daran erinnern kann ich mich auch noch. Unter der Dusche merkte ich neben den brennenden Schürfwunden leichte Kopfschmerzen. Später beim Essen tat mein Kiefer weh, mehr aber auch nicht.

Auch nicht als wir uns im Anschluss das Spiel der ASV Herren angesehen haben, wie sie gegen den SCN verloren und wir uns dann gemeinsam auf den Heimweg machten. Doch als wir uns Köln näherten, wurden die Kopfschmerzen schlimmer. Ungefähr fünf Stunden sind seit unserem Spiel vergangen und nun verschlechterte sich mein Zustand extrem. Zu dem Zeitpunkt an dem ich meine Haustür erreicht habe, ging es mir wirklich mies: Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und massive Kopfschmerzen.

Mit der Kotztüte auf dem Schoß, ging es ab ins Krankenhaus.

“Herzlichen Glückwunsch”, sagte der Arzt, “Sie haben eine Gehirnerschütterung”. Die Röntgenbilder zeigten, dass nichts kaputtgegangen ist, die Zähne sind auch alle noch da wo sie sein sollten. Glück gehabt! Auch die Tatsache, dass ich mich nicht Übergeben musste, kommt mir zu Gute – es hätte auch schlimmer kommen können und dann muss man mit einer längeren Rugbypause rechnen.

Auf jeden Fall hieß es für mich, mindestens zwei Wochen kein Training! :(

Nachdem ich die zwei Wochen ziemlich müde, ab und zu mit Kopfschmerzen und wenig Lust auf jegliches Display-Licht, überstanden hatte – begann ich mich wieder sportlich zu betätigen. Nicht irgendwie – sondern das ganze passierte nach einem Plan der einem nach einer Concussion wieder zurück in den Spielbetrieb führt. So sieht der aus!

Recovery from concussion

Recovery from concussion

  • Montag: (dem 15. Tag nach dem Spiel) 15 Minuten joggen
  • Dienstag: lockeres Passen und Kicken
  • Mittwoch: Rugbytraining ohne Kontakt
  • Donnerstag: Rugbytraining mit Kontakt
  • Freitag: “Cleared”! Happy days! Ich bin geheilt! :)

(Nur wenn ich nach dem 15 Minuten Joggen 24 Stunden lang Symptom-frei bin, darf ich den nächsten Schritt gehen; sobald ich wieder Kopfschmerzen gekriegt hätte, muss wieder einen Tag Pause gemacht werden, bevor man wieder beim ersten Schritt anfängt: 15 Minuten Joggen, Fahrradfahren usw.; Hätte ich also nach dem ‘Rugbytraining ohne Kontakt” Symptome bekommen, hätte ich wieder einen Tag Pause machen müssen und wäre dann wieder beim Joggen eingestiegen)

 

ASV Köln trifft auf den HRK

RUGBY BUNDESLIGA: ASV KÖLN vs HRK

Sehr schade, dass wir ‘Kölner’ diesmal nur einen Kader von 14 Spielerinnen aufstellen konnten. Immerhin ging die Parte in der Hinrunde knapp 10-7 für den HRK aus. Diesmal muss man sich, etwas eindeutiger, mit 29-5 geschlagen geben. 

 

Als Tabellenerster startete der ASV Köln am 5. März in die Rückrunde der Bundesliga. Nach einem soliden Sieg gegen die Hamburger mit 18:0, folgte die Woche darauf ein richtiger Schock: 60:0 verlor man das Heimspiel gegen den SC Neuenheim. Was war da los? Im November letzten Jahres gewann man die Partie 10:0.

Die Winterpause für Rugbyspielerinnen in Deutschland scheint endlos lang zu sein, die Bedingungen schlecht. Wer den Rugbyplatz in Köln-Klettenberg kennt, weiss dass man darauf im Winter gefühlt einen Meter tief im Schlamm steht. Das Spiel wird dadurch langsam, und mit nur wenigen Spielerinnen im Training bleibt das Feld klein. Vielleicht ist es ein Grund dafür, weswegen man im schnellen, weiten Spiel der SCN-ler nicht mithalten konnte.

Ein großer Verlust in der wichtigen zweiten Hälfte der Saison, ist zum einen Nora, die Ende 2015 zum Rugby spielen nach Neuseeland gegangen ist, und zum anderen Lisa, die gerade in Südafrika arbeitet. Auf Grund von verletzen Spielerinnen und die derzeit anstehenden Abitur-Prüfungen, steht der ASV Köln am Ende der Saison etwas geschwächt da. Das ist besonders ärgerlich, da man in der Winterpause stolz den erste Platt der Tabelle sichern konnte und nun auf Platz 3 ‘abgerutscht’ ist.

Zum harten und wichtigen Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister HRK, sind die Kölscher Mädcher nur zu 14. angereist. Da die Gastgeber eine Spielerin abgegeben haben, konnte trotzdem 15er Rugby gespielt werden. (Dieser Spielerin kann man großes Lob aussprechen, da sie sich keineswegs zurückgenommen hat im Spiel gegen die ‘eigenen’ Mitspieler und gute Tackles präsentierte).

Das Spiel auf dem neuen Kunstrasen Patz des Heidelberger RK startete Alysha Stone in der 3. Spielminute mit einem Versuch direkt unterm Goal. Doch die Kölner ließen sich davon überhaupt nicht einschüchtern und die nächsten Minuten gestaltete sich wirklich spannend. Die Kölner Stürmer leisteten sehr gute Arbeit an den Rucks und konnten viele Bälle erobern. Doch leider gelang es dann nicht, diese gewonnenen Bälle in Punkte umzuwandeln.

Schock-Moment wurde ein Durchbruch von Dana Kleine-Grefe, die den Ball an der Eckfahne ablegte –  die Schiedsrichterin das jedoch anders sah und keine 5 Punkte für den ASV vergab. Doch nicht nur der HRK legte in der ersten Halbzeit Punkte. Nach einigen Pick-and-Go’s schaffte es auch Kapitänin Bella hinter die Mallinie. Halbzeitstand 5-17.

In der zweiten Hälfte präsentierte sich der ASV etwas organisierter. Vor allem setzte die Verteidigung die Gastgeberinnen extrem unter Druck, was zu vielen Vorpässen der Heidelberger führte. Doch ohne Auswechselspielerinnen hatten es die Gäste schwer und die Kräfte reichten nicht aus, noch einmal ins Malfeld einzulaufen. Der Endstand des wirklich harten Spiels ist 5-29.

Paulines Prognose vor dem Spiel!

ASV Köln vs HRK

ASV Köln vs HRK

Der ASV Köln Rugby auf Auswärtsfahrt

Der ASV Köln Rugby auf Auswärtsfahrt

 

NRW-Auswahl beim Ghent Easter Rugby

GHENT EASTER RUGBY: NRW-AUSWAHL HINTERLÄSST EINEN GUTEN EINDRUCK

Es ist das dritte Jahr in Folge an dem ich das Ostern-Wochenende zum Rugby spielen in Gent verbringe. Dieses Mal mit viel Mitgefühl und Respekt im Gepäck. Mitgefühl vor allem für die Belgier, die nur wenige Tage vor dem Turnier zwei Bombenanschläge erleben mussten; und Respekt für die Veranstalter, dieses Event trotz alledem durchzuziehen. Auf Facebook gab es dazu folgendes Statement:

 

72 Teams aus 18 Ländern traten dieses Jahr beim Ghent Easter Rugby-Turnier an. Dabei bestand nicht nur die Möglichkeit als 7s-Mannschaft anzutreten, auf insgesamt drei Rugbyplätzen fand ebenso 15er- und Mixed-Touchrugby statt.

Aus Deutschland sind wir, die NRW-Auswahl, zusammen mit der Frauen 7er Nationalmannschaft angereist. Eines der Highlight für viele war sicherlich das Trainingsspiel am Freitag gegen die Nationalmannschaft. Dabei konnte wir die ersten Gassen, Gedränge und Hintermannschafts-Varianten ausprobieren. Obwohl es unsere erste gemeinsame Trainingseinheit war, haben wir uns gut gegen die Deutschen Frauen präsentiert und starteten hoch motiviert ins Wochenende.

NRW-Trainer Dirk Frase hatte für das Wochenende folgende 12 Frauen nominiert:
Jessie, Sophia, Annie (alle Düsseldorf Dragons), Sarah, Anne (beide RC Aachen), Jana (RFC Dortmund), Vivian, Katrin (beide ASV Köln), Emma Mundy (Cheltenham Tigers), Laura, Anna (Germania List) und Maja

Samstag
NRW – Windmills 0:61 
NRW – Rugby Club Mountfiled Ricany (CZ) 0:17
NRW – Poland 0:40
NRW – Belgien 0:43

Sonntag
NRW – Albaladejo Rugby Club Lausanne (CH) 38:0
NRW – Rugby Club Mountfiled Ricany (CZ) 5:28
NRW – BSI Rugby (NOR) 25:0 (die Norweger sind nicht angetreten)

Wir hatten großes Pech mit unserem Pool: die niederländische Nationalmannschaft Windmills und Polen waren die beiden stärksten Teams des Wochenendes und haben es ins Finale geschafft (24:0 für Windmills). Trotzdem ist es uns gelungen, uns spielerisch (auch wenn man es nicht immer an den Ergebnissen sieht) zu steigern. Es war nicht leicht in dieser unbekannten Konstellation von Spielerinnen eine 7er-typische Verteidigung zu organisieren. Doch in den Warm-up’s haben wir ganz besonders daran gearbeitet, sodass es im Laufe des Turnier ansatzweise richtig gut funktioniert hat. Großes Lob haben wir von der tschechischen Mannschaft Ricany erhalten, die uns zu einem Freundschaftsturnier nach Tschechien eingeladen hat.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass es sich wieder einmal gelohnt hat am Gent Easter Rugby teilzunehmen. Das Turnier ist super organisiert. Es war eine tolle Erfahrung für die NRW-Auswahl anzutreten und eine große Ehre für mich zusammen mit Jana Kapitänin zu sein! Obwohl wir uns fast alle nicht kannten, sind wir Spielerinnen super an dem Wochenende zusammengewachsen. Das macht auf dem Spielfeld immer eine Menge aus. Ein großes Lob gilt unserem Trainer Dirk und unserer Managerin Claudia, die so wunderbar den Überblick behalten haben und die Spielerinnen sich voll auf’s Rugby spielen konzentrieren konnten. Ein großes Dankeschön geht an unseren Physiotherapeuten Daniel. Der hatte glücklicher Weise weniger mit Verletzung zu tun, sondern musste ‘nur’ einige Schürfwunden verarzten. (Dieser verdammte Kunstrasen… Aus Erfahrung vom letzten Jahr habe ich deswegen lange Hosen getragen – sorry nochmal dafür!)

 

 

Cheltenham Tigers RFC vs Hove Ladies

RUGBY SEASON IN ENGLAND: HOW IT ALL STARTED

After being in Cheltenham for a couple of weeks, this article arose for the newspaper ‘Gloucestershire Echo’ last October:

Being asked to play for an English Rugby Club was a dazzling accolade for Vivian Bahlmann, who started playing rugby in a country where this sport is absolutely nameless – in Germany.

The amount of competitions compared to countries where rugby has a higher presence, was always quite low – so is the standard of rugby.

But Vivian, always aiming to play rugby on a high level, got in touch with the Australian invitational rugby side Tribe 7s for which she was playing the Spring Season in Australia 2014, followed by a great victory at the Dubai Sevens and an Rugby Tour in Europe.

Being selected for the Tribe squad to play the Rugby Rocks London Sevens Tournament in June, was the last competition of the season – but the beginning of a rugby season in England.

After Cheltenham Tigers RFC backs coach Emily Ryall was leading the Tribe 7s to an outstanding finale against Wales and to the champions of the Rugby Rocks, she offered the 24-year-old german rugby player to join the Tigers.

Born in Berlin, Vivian started playing rugby as an eleven-year-old girl in her home club Rugby Klub 03 Berlin. A good rugby education have taken her to the German 7s National Team and into the Elite Squat of seven contracted player.

But the circumstance of only seven women teams competing in the German 15s league, in which most of the team struggle to set up a team of 15 players for a game day, makes it nearly impossible to improve the individual play.

The Student undergo many training sessions with less than ten players, therefore most of the teams are able to set up an Rugby Sevens site instead.

About eight teams play the regional competition, which is split in north, south, east and west to become one of the 12 top teams who trying to win the German 7s Championship.

But starting playing rugby in a team with only boys, Vivian became addicted to this exotic type of sport, about especially her family did not have any clue. But in a country where only 15.000 people spending they time with the oval ball, it is not too difficult to stand out.

There was no doubt the ‘Berliner’ will take the chance to have a rugby competition on a much higher level than she is normally familiar with, in a country where more then 18.000 girls and women play rugby regurlarly.

The training sessions with the Tigers are a much more busy with about thirty women and three coaches on the field, who having a game plan and moves Vivian only experienced in training of the man teams of her home club.

The Tigers can not only make a lot of fun about the way they guest is speaking english, they definitely can count on her wide range of passes as scrum-half and also convinced the coaches on the center position.

Being on the field 80 minutes of all the last six games she played for the red and blacks, Viv also hopes to get as much time as possible in the blue jersey of her rugby team of the University of Gloucestershire.

UOG nach dem Spiel gegen Oxford University

“WE MADE IT TO THE SEMIFINAL”

„We made it to the semifinal and you have to come back!“, solche und ähnliche Nachrichten erreichten mich letzte Woche Mittwoch und damit war klar, ich muss noch einmal nach England. 

Eigentlich hatte ich Mitte Februar meinen England-Aufenthalt beendet. Man soll schließlich gehen wenn es am schönsten ist, und der Abschied viel mir unendlich schwer. Wir Cheltenham Tigers haben eine unglaublich erfolgreiche Saison gespielt und beenden diese auf dem dritten Platz der Championship South One-Liga. Es ist die beste Platzierung der Tigers in der Liga, die direkt an der Tür der ‚Premiership‘ klopft. Das drittbeste Team wurden wir auch mit der Uni-Mannschaft, sieben siegen von zehn Spielen.

Mit über zwanzig Spielen in der Tasche, die ich alle 80 Minuten durchgespielt habe, machte ich mich also auf den Weg nach Köln um meine Klausuren zu schrieben. Dass der beste Teil der Saison jetzt noch kommen könnte, hatte ich irgendwie verdrängt. Ich rechnete damit in den kommenden Wochen für den ASV Köln 15er und für den Rugby Klub 03 Berlin 7er zu spielen. Yeah, die Saison in Deutschland geht wieder los.

Falsch gedacht! Wenn du plötzlich Video’s und Snapchats deiner englischen Mitspieler bekommst, wie sie den Einzug ins Halbfinale feiern und dir deutlich machen, dass du dabei nicht fehlen darfst, dann kannste deine Planung über Bord werfen. Nachdem ich eine Mail von einem der Trainer bekommen habe, das es gut wäre wenn ich es vor dem Spiel noch zu einem Training schaffe, war die Sache dann klar.

Die blauen Stutzen, die Hose mit meinen Initialen, werden also doch noch einmal einsatzfähig. Nach einigen Zweifeln ob das nicht total crazy ist, ob ich nicht einfach zu Hause bleiben sollte, bin ich jetzt zufrieden mit meiner Entscheidung. Ich habe die Saison dort angefangen zu spielen, und ich werde sie auch beenden. Ich bin nicht verletzt, ich bin mitten im Training, was hindert mich daran das Halbfinale gegen die Cardiff Metropolitan University nächste Woche Mittwoch um 19 Uhr zu spielen? Nichts. Stollenschuhe und Zahnschutz sind eingepackt, es kann losgehen!