YEAH THE GIRLS

Australien – Dublin – Dubai
viele unbekannte und interessante Orte, unglaublich tolle Menschen und die besten 7er-Rugby Turniere die ich je erlebt habe! Ich werde mit Sicherheit noch etwas Zeit brauchen um die letzten vier Monate zu verarbeiten.

Obwohl ich nach Australien schon davon ausging, das meine Rugbysaison nun in die Winterpause geht, lag ich auch nach der Woche in Dublin falsch. Die Mädels der Tribe 7s sind von Dublin aus in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen um vom 4.-6. Dezember bei den Dubai Sevens anzutreten. Für die zwei Frauenteams, die Tribe 7s aufstellte, kamen Spielerinnen aus Schottland, England und den Niederlande um die australische Auswahlmannschaft zu unterstützen. Da sich leider zwei Spielerinnen aus England verletzt haben und nicht mehr beim Turnier antreten konnten, waren die Tribe Trainer auf der Suche nach jemanden der nachrücken könnte. Da Nicole Kwee aus den Niederlande und ich mit den Tribe Girls in Dublin zusammen gespielt haben, wurden wir direkt gefragt ob es uns möglich ist nach Dublin zu fliegen. Diese Nachricht erhielt ich am Dienstag, den Flieger nach Dubai nahm ich am Mittwoch und unseren ersten Turniertag hatten wir am Donnerstag. Zu meinem Glück verlief der Ablauf nach Plan und die drei Stunden Zeitverschiebung merkte ich kaum.

Ziemlich passend war es auch, dass wir unser ersten Spiel erst um 16:20 Uhr hatten und somit genug Zeit war sich noch auszuruhen und auf die drei Spiele vorzubereiten. Wir trafen gleich auf den stärksten Gegner in unserem Pool, die Askaris Predators, gegen die wir uns unseren Sieg von 19:24 wirklich hart erkämpfen mussten. Wir nahmen uns vor bei den nächsten Spielen auf jeden Fall noch eine Schippe drauf zu packen, wir mussten unbedingt besser zusammen spielen. Im zweiten Spiel um 19:20 Uhr gegen die Alexandria Warriors RFC gelang uns das viel besser und wir gewannen mit 20:0. Wir mussten an diesem Tag einen langen Atem haben, denn das letzte Spiel fand erst um 21:20 statt. Doch im Spiel davor konnten wir uns bereits an das Flutlicht gewöhnen und spielten das nun wohl beste Spiel des Tages. Die Pink Ba-bas machten es uns überhaupt nicht leicht, ebenso der Schiedsrichter nicht. Aber wir behielten Geduld, machten unsere One-on-One Tackels und blieben dadurch, obwohl wir durch zwei Gelde Karten hintereinander in Unterzahl waren, ohne Gegenversuch in diesem Spiel. Mit einem Punktestand von 40:0 beendetet wir unseren ersten Turniertag ungeschlagen.

Am darauffolgenden Tag trafen wir um 16:20 Uhr einzig und allein auf die Russian Region Kuban center of sports #4. Es war unglaublich heiß zu diesem Zeitpunkt, und die Russinnen machten uns unglaublich guten Druck. Ich begann dieses Spiel auf der Position Fly Half und konnte uns gleich in der zweiten Spielminute mit einem Versuch in Führung bringen. Mit einem erneutem Sieg von 22:0 blieben wir weiterhin ungeschlagen und freuten uns nun riesig auf das Halbfinale am Samstag. Bisher habe ich nie ein Turnier mit drei Spieltagen gespielt, aber es funktionierte erstaunlich gut und wir alle fühlten uns fit und bereit gegen das Team The Mamas anzutreten. Die Hitze hat es uns nicht leicht gemacht und auch die Mamas waren unglaubliche Kämpferinnen. (Besonders positiv aufgefallen ist Moa, mit der ich schon zusammen für die Deutsche Nationalmannschaft angetreten bin). Wir konnten uns zum fünften Mal gegen ein Team erfolgreich durchsetzten und erspielten uns mit einem Endstand von 26:7 den Einzug ins Finale! Yeah!

Auf dem zweit größtem Platz neben dem großen Stadion bei den Dubai Sevens trugen wir um 16:20 Uhr das Finale aus. Wir trafen auf unseren ersten Gegner des Turniers, den Askaris Predators, und wussten somit das es sehr spannend werden wird. All diese Zuschauer, um den unglaublich coolen Platz, bei diesem hammer Turnier haben uns nochmal ein ganz anderes Gefühl gegeben und wir waren motivierter als je zuvor, dieses Spiel zu gewinnen. Ich wusste an diesem Punkt schon, dass es absolut die richtige Entscheidung war nach Dubai zufliegen, um wieder für die Tribe 7s anzutreten. Ich genoss jede einzelne Spielminute auf dem Platz in allen fünf Spielen bisher und musste nun noch einmal alles geben, damit wir die glücklichsten Rugbyspielerinnen der Welt sein können. Manche Spielerinnen haben sich so unglaublich gesteigert im Laufe des Turniers, sodass sie nun im Finale ihre beste Leistung abgerufen haben. Wir schlugen die Askaris Predators mit 26:17 Punkten und wie mein Trainer Jan sagen würde, wir schrieben Geschichte! Wir sind nun die International Open Women Winner 2014!

Obwohl wir alles Spielrinnen aus unterschiedlichen Klubs und Länder waren, haben wir es geschafft innerhalb weniger Tage so gut zusammenzufinden, dass die Varianten geklappt haben und jede sich sicher auf dem Platz gefühlt hat. Mal wieder hat das ganze Team der Tribe 7s dafür gesorgt, dass es den Spielerinnen an nichts fehlt und alles so professionell wir nur möglich abläuft. Und das wichtigste ist, wir alle, das Herrenteam und die beiden Frauenteam hatten unglaublich viel Spaß an diesem Turnier teilzunehmen und die Tribe 7s zu vertreten – wir hatten wohl die beste Zeit unseres Lebens.

 

SUDDENLY DUBAI SEVENS.

Die letzten 24 Stunden waren total stressig und hektisch, aber alles aus einem verrücktem & total coolem Grund – die Tribe 7s haben mich kurzfristig zum großen Turnier Dubai 7s eingeladen.
Da zwei Spielerinnen verletzungsbedingt ausfallen, war das Invitationalteam auf der Suche nach zwei spontanen Spielerinnen die nachrücken können.
Gestern flog Nicole Kwee der Niederländerinnen nach Dubai. Wie ich, hat sie letzte Woche mit den Tribe 7s in Dublin trainiert und gespielt. Heute mache ich mich auf den Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate. Um 11:20 Uhr geht mein Flieger von Frankfurt Flughafen…

Hier ein Link zum Lifestream, bei dem man sich wohl die ganzen Spiele im Internet anschauen kann…

http://www.worldrugby.org/womens-sevens-series/series-info/where-can-i-watch

DUBLIN IS GOOD FOR YOU.

Ich habe eine unglaublich tolle Woche hinter mir, die vollgepackt war mit Training, Rugbyspielen und Sightseeing an einem Ort an dem ich vorher noch nie war – die irische Hauptstadt Dublin!
Drei Wochen war ich nun in Köln, bin hier wieder ins Stützpunkttraining eingestiegen, bevor es mich in der letzten November Woche wieder zu den Tribe 7s verschlagen hat.

Die Tribe 7s nehmen an dem riesigem Turnier Dubai Sevens teil, welches vom 4. – 6. Dezember stattfindet. Neben dem zweitem World Series Turnier der Männer und das erste dieser Saison für die Frauen, werden außerdem 15 weitere Turniere ausgetragen, an denen Nationalmannschaften und Klubteams vertreten sind. Die Tribe 7s Girls werden mit zwei Mannschaften im “International Invitation Women” Turnier, sowie im “International Open Women” Turnier antreten.

Und zur Vorbereitung auf dieses große Event fand eine Trainingswoche in Dublin statt, zusammen mit den Frauen der irischen 7er Nationalmannschaft. Ich hatte die große Ehre in dieser Woche wieder für die Tribe 7s zuspielen.
Ich habe mich riesig gefreut die Spielerinnen und Trainer wiederzusehen, mit denen ich die meiste Zeit in Australien verbracht habe! Zum anderen warteten auf uns Trainingseinheiten mit der irischen Nationalmannschaft, sowie einige Rugbyspiele gegeneinander – meine Vorfreude war riesig!

Untergebracht im Bewleys Hotel, verbrachte ich die Woche auf einem Zimmer mit Phoebe aus Cairns. Sie kannte ich schon vom ersten Turnier in Australien, dem Emmanuel International 7s.

Die erste Trainingseinheit nutzten wir dazu wieder zusammenzufinden, uns einzuspielen und einige Varianten durchzugehen. Wir waren zu diesem Zeitpunkt noch zu acht, und erst zur zweiten Einheit kamen drei weitere Spielerinnen aus den Niederlande dazu. Auf einem Kunstrasenplatz direkt neben dem beeindruckendem Aviva-Stadium in Dublin trafen wir nun auf die irischen Spielerinnen (von den 20 anwesenden Frauen, sind 19 hauptberuflich Rugbyspielerinnen). Nach einem längeren Warm-Up und der ersten Begegnung mit den drei Dutch-Girls, standen mehrere Halbzeiten Touch-Rugby auf dem Plan. Am Anfang viel es uns sehr schwer ohne Kontaktsituationen ein 7er-spezifisches Spiel zu gestalten, und die Irinnen haben uns ziemlich gut unter Druck gesetzt. Dennoch konnten wir zum Ende hin die vielen Einzelaktionen abstellen, den Kontakt vor allem in der Mitte vermeiden und den Außenkorridor angreifen. Es war dann ziemlich interessant bei einem gemeinsamem Dinner sich mit den Irinnen zu unterhalten und zu erfahren wie deren Trainingswoche so aussieht. (Wie in Deutschland alle Sportsoldatinnen nun in Köln wohnen um zusammen zu trainieren – und bestenfalls noch viele weitere Spielerinnen dazukommen können, mussten auch alle 19 Irinnen die unter Vertrag sind nach Dublin ziehen). 

Nach einem Rugby-freiem Tag den wir für Recovery und einer Hop On-Hop Off Tour durch Dublin nutzten, fand nun das Highlight der Woche statt, der Wettkampf gegen die irische Nationalmannschaft. Wir Tribe-Girls bestanden aus einem Kader von 11 Spielerinnen – unsere Gegner hatten 20 Spielerinnen zu Verfügung. Es fanden vier 7er Spiele gegeneinander statt à 2×7 Minuten (im letzten Spiel waren es 2×10 Minuten). Die erste Halbzeit der ersten Begegnung ging ziemlich an uns vorbei, da die Irinnen sehr gut zusammenspielten und wir einfach unsere Tackles nicht gemacht haben, was wir aber schon in der zweiten Halbzeit verbessern konnten und die Spiele alle sehr spannend wurden. Im zweiten Spiel konnten wir uns sogar mit einem Punktstand von 19:17 behaupten. Die weiteren zwei Spiele nach der Mittagspause haben wir dann leider wieder gegen die Nationalmannschaft verloren. Die beiden Trainer Cassidy und Campbell waren sehr zufrieden mit den vier Spielen und wir Spielerinnen bekamen viele Möglichkeiten an uns zu arbeiten und neue Spielerfahrungen zu sammeln. Ich hoffe die Mädels der Tribe 7s die mit dabei waren, fühlen sich nun gut vorbereitet auf den starken Wettkampf in Dubai!

Ich bin unglaublich froh diese Gelegenheit genutzt zu haben, und bin froh das auch die neuen Nationaltrainer mir ihr O.K. dafür gaben diese Reise anzutreten. Bevor es nun in die Rugbywinterpause für mich geht, war dies ein gelungener letzter Wettkampf auf hohem Niveau, in dem ich mit neuen Situation konfrontiert und oft auf die Probe gestellt wurde – 7er-Spiele an denen ich wirklich gewachsen bin!