SIGNIFIKANT REDUZIERT.

Als ich letzte Woche meine Leistungsdiagnostik hatte (die ich ziemlich genau vor einem Jahr das letzte mal in ähnlicher Form gemacht habe) war mir klar, dass es für die Trainer sehr interessant sein wird wie sich meine Ausdauer seitdem entwickelt hat. Außerdem wird man mit den aktuellen Laktatwerten das Training direkt darauf abstimmen und gegebenenfalls anpassen können. Und nun schlage ich mich seit letzter Woche mit ziemlich miesen Ausdauereinheiten rum die mich ganz schön zum schwitzen bringen und mein Puls auf 190! Ich freue mich sehr darüber, ehrlich! Es stärkt mein Vertrauen zum ganzen Trainingsprogramm, wenn ich neue Pläne bekomme die auf meinen Leistungsstand angepasst sind, das Training dann anstrengender wird aber dennoch machbar ist!
Etwas worauf ich persönlich unheimlich gespannt war, was die Trainier nicht ganz so sehr interessiert hat und nicht unbedingt hätten kontrollieren müssen, ist mein Körperfettanteil im Verhältnis zu meinem Körpergewicht. Und im Protokoll der Diagnostik stand tatsächlich, der Anteil beträgt 14%! Alta..wie fett ist das denn!? Ich mein..halt eigentlich gar nicht fett. Egal was es wirklich bedeuten mag von 23% auf 14% gesunken zu sein, es zeigt mir auf jeden Fall, dass sich die harte Arbeit wirklich gelohnt hat – was das Training und die Ernährung betrifft. Und diesmal sehe ich das Ergebnis einfach an Zahlen und die Differenz finde ich enorm.
Nach meiner letzten Diagnostik, die ich, wie schon gesagt ungefähr vor einem Jahr gemacht habe, erhielt ich eine Mail mit der Information ich sollte doch meinen Fettgehalt signifikant reduzieren. Alles klar, dachte ich mir. Bei den meisten in der Nationalmannschaft mit denen ich damals den Test gemacht habe, lag der Wert auf jeden Fall unter 20%, also das wäre schon drin dachte ich mir. Einfach ein bisschen weniger Schokolade essen. Und keine Eiscreme mehr! Und keinen Kuchen….Puuuuh…..aber was sollst, los geht’s!!!
Diese Regeln hatte ich mir selbst spontan aufgestellt aber ich habe auch direkt die Möglichkeit des OSP Rheinlands genutzt und Kontakt zum Ernährungsberater aufgenommen, Hans Braun. Der wollte zunächst wissen, und zwar ganz genau, wie eine Woche bei mir so aussieht. Was ich esse (in Gramm Angaben), wie lange ich sitze, gehe, schlafe, wie intensiv meine Trainingseinheiten sind usw. Können sie haben Herr Braun, wenn sie mir dann ein Sixpack zaubern, ist das ein Deal?! Kurz nachdem ich mein One Week Diary eingereicht habe erhielt ich einen Essenplan. Wieder ging er es ganz genau an, mit Gramm Angaben von den verschiedenen Nahrungsmitteln die ich den ganzen Tag zu mir nehmen musste. Wenn ich ehrlich bin, stehe ich auf Pläne. Also habe ich das ganz und gar nicht als Belastung empfunden meine Kartoffeln vor dem Essen abzuwiegen. 125g Kartoffeln sind eine Portion Kohlenhydrate, und davon sollte ich erstmal 6-7 Portionen am Tag essen. Das als Beispiel! (Eine Portion Nudeln sind dagegen 25g, Trockengewicht) In der ersten Woche habe ich also mehrmals täglich mit einer Küchenwaage hantiert aber irgendwann hat man es raus. 200g Obst sind einfach zwei Portionen, ein Apfel und eine Banane, fertig.
In dem ersten halben Jahr habe ich 7kg abgenommen! Und es gab kein Tag an dem ich „hungern“ musste oder so! Außerdem war mir laut Plan erlaubt täglich 25g „Süßigkeit“ zu mir zu nehmen. Die gingen dann für Marmelade drauf, die ich in den Magerquark reingehauen habe…ganz ehrlich, sonst kriegt ich das Zeug nicht runter und davon musste ich auch 200g am Tag essen (unter den Milchprodukten hat er wohl den größten Proteingehalt, und davon wachsen nun mal die Muckis).
Nach einem Dreivierteljahr traf ich mich erneut mit Hans und erzählte ihm von meinen Fortschritten. Außerdem wollte ich wissen, wie ich den Plan so anpassen kann wenn ich nun nicht weiter abnehmen möchte. „Einfach mehr Kohlenhydrate essen“ war seine Antwort, „bis zu 12 oder 16 Portionen, und den Fettgehalt kannst du ebenfalls etwas erhöhen“.
Seitdem halte ich meine Gewicht, denn ich habe immer Braun’s Ernährungsplan im Hinterkopf und halte mich grob daran, sodass einfach eine sehr ausgewogenen Mahlzeitengestaltung entsteht. Viel Gemüse, Fleisch/Fisch, Milchprodukte, Nüsse, Öle, etwas Obst, viel Trinken und etwas von der riesigen Auswahl an Kohlenhydraten und, ganz wichtig, nicht vergessen…ab und an mal etwas Süßes! Eine Frage hätte ich da aber noch Herr Ernährungsberater, wir hatten einen Deal, wissen sie noch? Wo bleibt denn eigentlich mein Sixpack???
Müslibars from all over the world.

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Berlin City

HELLO 2015.

Nach den aufregenden letzten 4 Monaten in denen ich unglaublich tolle 7er Turniere spielen durfte, habe ich mich riesig gefreut auch mal wieder nach Hause zu kommen. Und obwohl es normalerweise bei mir nicht so der Fall ist, habe ich mich auch sehr auf den Winter und die Weihnachtszeit gefreut – und vor allem deswegen weil man nun die Zeit dafür hat die Familie zu sehen. Da ich auch noch mit meinen Freunden abhängen wollte und jeden Tag ein bis zwei Trainingseinheiten auf dem Programm standen, war alles natürlich nur wieder eine Frage der Organisation. In Berlin habe ich zum Glück einen super Trainingsort gefunden (da zu den Feiertagen auch mal der Olympiastützpunkt geschlossen hat). Das Berlin Strength in Friedrichshain.

Berlin Strength

 

Doch nach zwei schönen Wochen in Berlin ging es für mich wieder zurück nach Köln. Ich hatte einen sehr guten Trainingsstart im neuen Jahr und bereite mich absofort auf die anstehende Saison vor. Mein Rugbytraining absolviere ich von nun an beim ASV Köln Rugby. Da ich einen “Gastpass” beim ASV besitze, könnte ich für die 15er-Frauen-Bundesliga eingesetzt werde. Für den Rugby Klub 03 Berlin werde ich weiterhin im 7er Rugby antreten.

Wie genau ich mich fit für die Rugbysaison mache, seht ihr im folgende Video mit einem kurzen Einblick in mein Krafttraining für den Oberkörper!

Ich wünsche allen ein super erfolgreiches und sportliches Jahr 2015!
Und auf das Rugby eine größere Rolle im deutschen Sport einnimmt!