Amsterdam Gruppenbild

“NICHT WORTE, SONDERN TATEN SPRECHEN LASSEN”

Ich kann nicht sagen wie stolz ich auf meine Mannschaft bin. Es war ein einmaliges Wochenende, welches vor allem ohne die Überblick-Behalter Jana, Jan, Ela, den Eltern, Freunden und Spielerinnen nicht möglich gewesen wäre. 
Ein so großes Event, wie dieses Rugby Turnier in Amsterdam, klappt nur mit euch! Ich hoffe wir haben noch viele weitere solcher tollen Wochenenden. 

Nach den ersten beiden, etwas schwachen Spielen gegen die Nationalteams aus Deutschland und Polen haben wir, wie Jan sich gewünscht hat „nicht Worte, sondern Taten sprechen lassen“. Wir haben richtig gutes Siebener Rugby geliefert, Teamgeist bewiesen und hart gekämpft. Und genau somit verschafften wir uns unseren ersten Sieg gegen die Dambusters Ladies aus Schottland (24:10). Den ersten Spieltag beendeten wir als Gruppen Dritter und kämpften am Sonntag um die Platzierung der unteren 16 Teams (von den 32.)
Was hätte uns, den Frauen des Rugby Klub 03 Berlins, besseres passieren können, als den Samstag mit einem Spiel im Stadion zu beginnen. IM STADION in dem am Tag zuvor die World Series der Frauen stattfand! Mit unserem klarem und strukturiertem Spiel gegen die Schweizerinnen Ushizi Warriors bewiesen wir, das wir weiterhin um eine gute Platzierung kämpfen werden und nicht nur zum Spaß die lange Reise nach Amsterdam auf uns genommen haben.
Im zweiten Spiel am Samstag wurde es noch besser. Unsere ‘Schwarze Wand’ war auf Hochtouren. Die Gegner bekamen keine Chance auf einen Durchbruch. Jede hatte ihr Gegenüber. Jede vertraute der Spielerin neben sich. Jede kommunizierte und übernahm Verantwortung. Spielstand gegen die Helvetian Hawkbit Sevens aus der Schweiz ist 29:0.
Im dritten Spiel des zweiten Turniertages wurde unser Kampgeist besonders unter die Probe gestellt. Gegen die Heimmannschaft AAC wehte ein etwas aggressiverer Wind. Gegen das Festhalten, Schupsen, Beine stellen, war es nicht einfach, unser sauberes Spiel durchzusetzen. Doch genau das verstärkte unseren Willen diese Partie unbedingt für uns zu entscheiden – dieser unfairen Mannschaft wollten wir den Einzug ins Halbfinale nicht gönnen.
In den letzten Minuten verschaffte uns der Versuch von Julia ein Punktestand von 12:14. Die Erhöhung, sehr nah an der Außenlinie, könnte entscheiden für welche Mannschaft das Turnier nach dem Spiel beendet ist. Ich der Situation war mir nicht klar wie knapp der Punktstand tatsächlich ist und wie wichtig dieser Kick sein würde. Bis dahin war das Spiel so emotionsgeladen – ich musste mich jetzt nochmal konzentrierte und setzte zum Dropkick an: Der Ball flog direkt in der Mitte durch Goal! Yeah! Punktstand 14:14. Und das hat genügt. Mit unseren bisher erzielten Punkten reichte ein Unentschieden für den Einzug ins Halbfinale aus. Der Kampf hat sich gelohnt.
Drei Siege in Folge – wir waren richtig in Fahrt und gingen hochmotiviert ins das vierte Spiel. Im Halbfinale trafen wir auf die Windmills und das war nicht irgendein holländisches Team, Windmills ist das Development Team der niederländischen Nationalmannschaft. In den ersten Minuten hielten wir stark dagegen, wir machten es ihnen nicht einfach ins Malfeld zu kommen. Die ‘Schwarze Wand’ stand. Doch besondern im Angriff konnten wir kaum Meter machen und verloren die Bälle schnell wieder. Es folgte ein Versuch nach dem andere der DutchGirls. Doch wir kämpften weiter – wenn das unser letztes Spiel des Tages, des Turniers sein sollte, wollten wir mit erhobenen Kopf vom Platz gehen. Und trotz einer eindeutigen Niederlage von 40:0 gelang uns das. Unsere Trainer und auch wir waren unglaublich stolz mit unserer Leistung und vor allem der Entwicklung die wir im Turnier gemacht haben.
Nach meiner Rechnung beenden wir das Turnier Amsterdam Sevens auf den 19. Platz (von 32 Teams).
RK 03 Berlin 0:29 Deutschland
RK 03 Berlin 0:49 Poland 7s
RK 03 Berlin 24:10 Dambusters Ladies
RK 03 Berlin 24:5 Ushizi Warriors
RK 03 Berlin 29:0 Helvetian Hawkbits Sevens
RK 03 Berlin 14:14 AAC
RK 03 Berlin 0:40 Windmills