NRW-Auswahl beim Ghent Easter Rugby

GHENT EASTER RUGBY: NRW-AUSWAHL HINTERLÄSST EINEN GUTEN EINDRUCK

Es ist das dritte Jahr in Folge an dem ich das Ostern-Wochenende zum Rugby spielen in Gent verbringe. Dieses Mal mit viel Mitgefühl und Respekt im Gepäck. Mitgefühl vor allem für die Belgier, die nur wenige Tage vor dem Turnier zwei Bombenanschläge erleben mussten; und Respekt für die Veranstalter, dieses Event trotz alledem durchzuziehen. Auf Facebook gab es dazu folgendes Statement:

 

72 Teams aus 18 Ländern traten dieses Jahr beim Ghent Easter Rugby-Turnier an. Dabei bestand nicht nur die Möglichkeit als 7s-Mannschaft anzutreten, auf insgesamt drei Rugbyplätzen fand ebenso 15er- und Mixed-Touchrugby statt.

Aus Deutschland sind wir, die NRW-Auswahl, zusammen mit der Frauen 7er Nationalmannschaft angereist. Eines der Highlight für viele war sicherlich das Trainingsspiel am Freitag gegen die Nationalmannschaft. Dabei konnte wir die ersten Gassen, Gedränge und Hintermannschafts-Varianten ausprobieren. Obwohl es unsere erste gemeinsame Trainingseinheit war, haben wir uns gut gegen die Deutschen Frauen präsentiert und starteten hoch motiviert ins Wochenende.

NRW-Trainer Dirk Frase hatte für das Wochenende folgende 12 Frauen nominiert:
Jessie, Sophia, Annie (alle Düsseldorf Dragons), Sarah, Anne (beide RC Aachen), Jana (RFC Dortmund), Vivian, Katrin (beide ASV Köln), Emma Mundy (Cheltenham Tigers), Laura, Anna (Germania List) und Maja

Samstag
NRW – Windmills 0:61 
NRW – Rugby Club Mountfiled Ricany (CZ) 0:17
NRW – Poland 0:40
NRW – Belgien 0:43

Sonntag
NRW – Albaladejo Rugby Club Lausanne (CH) 38:0
NRW – Rugby Club Mountfiled Ricany (CZ) 5:28
NRW – BSI Rugby (NOR) 25:0 (die Norweger sind nicht angetreten)

Wir hatten großes Pech mit unserem Pool: die niederländische Nationalmannschaft Windmills und Polen waren die beiden stärksten Teams des Wochenendes und haben es ins Finale geschafft (24:0 für Windmills). Trotzdem ist es uns gelungen, uns spielerisch (auch wenn man es nicht immer an den Ergebnissen sieht) zu steigern. Es war nicht leicht in dieser unbekannten Konstellation von Spielerinnen eine 7er-typische Verteidigung zu organisieren. Doch in den Warm-up’s haben wir ganz besonders daran gearbeitet, sodass es im Laufe des Turnier ansatzweise richtig gut funktioniert hat. Großes Lob haben wir von der tschechischen Mannschaft Ricany erhalten, die uns zu einem Freundschaftsturnier nach Tschechien eingeladen hat.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass es sich wieder einmal gelohnt hat am Gent Easter Rugby teilzunehmen. Das Turnier ist super organisiert. Es war eine tolle Erfahrung für die NRW-Auswahl anzutreten und eine große Ehre für mich zusammen mit Jana Kapitänin zu sein! Obwohl wir uns fast alle nicht kannten, sind wir Spielerinnen super an dem Wochenende zusammengewachsen. Das macht auf dem Spielfeld immer eine Menge aus. Ein großes Lob gilt unserem Trainer Dirk und unserer Managerin Claudia, die so wunderbar den Überblick behalten haben und die Spielerinnen sich voll auf’s Rugby spielen konzentrieren konnten. Ein großes Dankeschön geht an unseren Physiotherapeuten Daniel. Der hatte glücklicher Weise weniger mit Verletzung zu tun, sondern musste ‘nur’ einige Schürfwunden verarzten. (Dieser verdammte Kunstrasen… Aus Erfahrung vom letzten Jahr habe ich deswegen lange Hosen getragen – sorry nochmal dafür!)

 

 

Cheltenham Tigers RFC vs Hove Ladies

RUGBY SEASON IN ENGLAND: HOW IT ALL STARTED

After being in Cheltenham for a couple of weeks, this article arose for the newspaper ‘Gloucestershire Echo’ last October:

Being asked to play for an English Rugby Club was a dazzling accolade for Vivian Bahlmann, who started playing rugby in a country where this sport is absolutely nameless – in Germany.

The amount of competitions compared to countries where rugby has a higher presence, was always quite low – so is the standard of rugby.

But Vivian, always aiming to play rugby on a high level, got in touch with the Australian invitational rugby side Tribe 7s for which she was playing the Spring Season in Australia 2014, followed by a great victory at the Dubai Sevens and an Rugby Tour in Europe.

Being selected for the Tribe squad to play the Rugby Rocks London Sevens Tournament in June, was the last competition of the season – but the beginning of a rugby season in England.

After Cheltenham Tigers RFC backs coach Emily Ryall was leading the Tribe 7s to an outstanding finale against Wales and to the champions of the Rugby Rocks, she offered the 24-year-old german rugby player to join the Tigers.

Born in Berlin, Vivian started playing rugby as an eleven-year-old girl in her home club Rugby Klub 03 Berlin. A good rugby education have taken her to the German 7s National Team and into the Elite Squat of seven contracted player.

But the circumstance of only seven women teams competing in the German 15s league, in which most of the team struggle to set up a team of 15 players for a game day, makes it nearly impossible to improve the individual play.

The Student undergo many training sessions with less than ten players, therefore most of the teams are able to set up an Rugby Sevens site instead.

About eight teams play the regional competition, which is split in north, south, east and west to become one of the 12 top teams who trying to win the German 7s Championship.

But starting playing rugby in a team with only boys, Vivian became addicted to this exotic type of sport, about especially her family did not have any clue. But in a country where only 15.000 people spending they time with the oval ball, it is not too difficult to stand out.

There was no doubt the ‘Berliner’ will take the chance to have a rugby competition on a much higher level than she is normally familiar with, in a country where more then 18.000 girls and women play rugby regurlarly.

The training sessions with the Tigers are a much more busy with about thirty women and three coaches on the field, who having a game plan and moves Vivian only experienced in training of the man teams of her home club.

The Tigers can not only make a lot of fun about the way they guest is speaking english, they definitely can count on her wide range of passes as scrum-half and also convinced the coaches on the center position.

Being on the field 80 minutes of all the last six games she played for the red and blacks, Viv also hopes to get as much time as possible in the blue jersey of her rugby team of the University of Gloucestershire.

UOG nach dem Spiel gegen Oxford University

“WE MADE IT TO THE SEMIFINAL”

„We made it to the semifinal and you have to come back!“, solche und ähnliche Nachrichten erreichten mich letzte Woche Mittwoch und damit war klar, ich muss noch einmal nach England. 

Eigentlich hatte ich Mitte Februar meinen England-Aufenthalt beendet. Man soll schließlich gehen wenn es am schönsten ist, und der Abschied viel mir unendlich schwer. Wir Cheltenham Tigers haben eine unglaublich erfolgreiche Saison gespielt und beenden diese auf dem dritten Platz der Championship South One-Liga. Es ist die beste Platzierung der Tigers in der Liga, die direkt an der Tür der ‚Premiership‘ klopft. Das drittbeste Team wurden wir auch mit der Uni-Mannschaft, sieben siegen von zehn Spielen.

Mit über zwanzig Spielen in der Tasche, die ich alle 80 Minuten durchgespielt habe, machte ich mich also auf den Weg nach Köln um meine Klausuren zu schrieben. Dass der beste Teil der Saison jetzt noch kommen könnte, hatte ich irgendwie verdrängt. Ich rechnete damit in den kommenden Wochen für den ASV Köln 15er und für den Rugby Klub 03 Berlin 7er zu spielen. Yeah, die Saison in Deutschland geht wieder los.

Falsch gedacht! Wenn du plötzlich Video’s und Snapchats deiner englischen Mitspieler bekommst, wie sie den Einzug ins Halbfinale feiern und dir deutlich machen, dass du dabei nicht fehlen darfst, dann kannste deine Planung über Bord werfen. Nachdem ich eine Mail von einem der Trainer bekommen habe, das es gut wäre wenn ich es vor dem Spiel noch zu einem Training schaffe, war die Sache dann klar.

Die blauen Stutzen, die Hose mit meinen Initialen, werden also doch noch einmal einsatzfähig. Nach einigen Zweifeln ob das nicht total crazy ist, ob ich nicht einfach zu Hause bleiben sollte, bin ich jetzt zufrieden mit meiner Entscheidung. Ich habe die Saison dort angefangen zu spielen, und ich werde sie auch beenden. Ich bin nicht verletzt, ich bin mitten im Training, was hindert mich daran das Halbfinale gegen die Cardiff Metropolitan University nächste Woche Mittwoch um 19 Uhr zu spielen? Nichts. Stollenschuhe und Zahnschutz sind eingepackt, es kann losgehen!