So fühlte ich mich mit einer Gehirnerschütterung

GEHIRNERSCHÜTTERUNG: WIE ES MIR DAMIT GING & WIE ICH SIE BEWÄLTIGT HABE

Doof gelaufen: Im Spiel gegen den HRK kriege ich einen Schlag gegen mein Kinn – mit einem Kopf. Was als kurz schmerzhaft und als ‘ein bisschen auf die Lippe gebissen’ persönlich diagnostiziert wird, stellt sich später als viel schlimmer heraus. Aber erst viel später.

Denn das Spiel konnte ich noch zu Ende spielen und daran erinnern kann ich mich auch noch. Unter der Dusche merkte ich neben den brennenden Schürfwunden leichte Kopfschmerzen. Später beim Essen tat mein Kiefer weh, mehr aber auch nicht.

Auch nicht als wir uns im Anschluss das Spiel der ASV Herren angesehen haben, wie sie gegen den SCN verloren und wir uns dann gemeinsam auf den Heimweg machten. Doch als wir uns Köln näherten, wurden die Kopfschmerzen schlimmer. Ungefähr fünf Stunden sind seit unserem Spiel vergangen und nun verschlechterte sich mein Zustand extrem. Zu dem Zeitpunkt an dem ich meine Haustür erreicht habe, ging es mir wirklich mies: Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und massive Kopfschmerzen.

Mit der Kotztüte auf dem Schoß, ging es ab ins Krankenhaus.

“Herzlichen Glückwunsch”, sagte der Arzt, “Sie haben eine Gehirnerschütterung”. Die Röntgenbilder zeigten, dass nichts kaputtgegangen ist, die Zähne sind auch alle noch da wo sie sein sollten. Glück gehabt! Auch die Tatsache, dass ich mich nicht Übergeben musste, kommt mir zu Gute – es hätte auch schlimmer kommen können und dann muss man mit einer längeren Rugbypause rechnen.

Auf jeden Fall hieß es für mich, mindestens zwei Wochen kein Training! :(

Nachdem ich die zwei Wochen ziemlich müde, ab und zu mit Kopfschmerzen und wenig Lust auf jegliches Display-Licht, überstanden hatte – begann ich mich wieder sportlich zu betätigen. Nicht irgendwie – sondern das ganze passierte nach einem Plan der einem nach einer Concussion wieder zurück in den Spielbetrieb führt. So sieht der aus!

Recovery from concussion

Recovery from concussion

  • Montag: (dem 15. Tag nach dem Spiel) 15 Minuten joggen
  • Dienstag: lockeres Passen und Kicken
  • Mittwoch: Rugbytraining ohne Kontakt
  • Donnerstag: Rugbytraining mit Kontakt
  • Freitag: “Cleared”! Happy days! Ich bin geheilt! :)

(Nur wenn ich nach dem 15 Minuten Joggen 24 Stunden lang Symptom-frei bin, darf ich den nächsten Schritt gehen; sobald ich wieder Kopfschmerzen gekriegt hätte, muss wieder einen Tag Pause gemacht werden, bevor man wieder beim ersten Schritt anfängt: 15 Minuten Joggen, Fahrradfahren usw.; Hätte ich also nach dem ‘Rugbytraining ohne Kontakt” Symptome bekommen, hätte ich wieder einen Tag Pause machen müssen und wäre dann wieder beim Joggen eingestiegen)

 

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